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Netanjahu liegt bei den Wahlen in Israel vorn, verfehlt jedoch die Mehrheit im Parlament.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein rechtsgerichtetes Bündnis liegen nach ersten Auszählungsergebnissen der Parlamentswahl in Israel vorn. Für eine eigene Mehrheit in der Knesset reicht es jedoch bislang nicht. Die Bildung einer neuen Regierung könnte schwierige Koalitionsverhandlungen erforderlich machen.

Redaktion·
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Nach der Auszählung von mehr als 80 Prozent der Stimmzettel liegt das rechtsgerichtete Bündnis von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei der Parlamentswahl in Israel vorn. Den vorläufigen Hochrechnungen zufolge könnte das Lager des Regierungschefs 54 der insgesamt 120 Sitze in der Knesset erhalten.

Das oppositionelle Bündnis um den ehemaligen Generalstabschef Gadi Eisenkot kommt nach diesen Berechnungen auf 49 Mandate. Auf die arabischen Parteien entfallen voraussichtlich 17 Sitze.

Für eine parlamentarische Mehrheit werden mindestens 61 Mandate benötigt. Damit kann derzeit keines der beiden großen politischen Lager allein eine Regierung bilden. Entscheidend dürften die endgültige Sitzverteilung und mögliche Koalitionsvereinbarungen sein.

Die Wahl fand vor dem Hintergrund tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen statt. Erstmals seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 waren die Bürger aufgerufen, eine neue Knesset zu wählen. Die Wahlbeteiligung lag bei mehr als 77 Prozent.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfs standen die nationale Sicherheit, die Folgen der militärischen Auseinandersetzungen, das Verhältnis zum Iran und die politische Zukunft des Landes.

Bei einer Ansprache vor seinen Anhängern in Jerusalem verwies Netanjahu auf die militärischen Operationen Israels in den vergangenen drei Jahren. Zugleich bekräftigte er seine Absicht, den Konfrontationskurs gegenüber der iranischen Führung fortzusetzen.

Darüber hinaus sprach sich der Ministerpräsident gegen eine Regierungsbildung aus, die auf die Unterstützung arabischer Parteien angewiesen wäre.

Sein politischer Rivale Gadi Eisenkot rief unterdessen in Tel Aviv zur nationalen Einheit auf. Er erklärte, Israel brauche einen politischen Neuanfang, und stellte eine Regierung in Aussicht, die gesellschaftliche Spaltungen überwinden solle.

In den Wahlzentralen beider Lager reagierten Anhänger mit Zuversicht auf die vorläufigen Ergebnisse. Dennoch bleibt offen, welche politische Konstellation sich nach Abschluss der Stimmenauszählung durchsetzen wird.

Die Auszählung der Stimmen dauert an. Erst nach der Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses wird sich zeigen, welche Parteien eine tragfähige Regierungskoalition bilden können.

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